Say Hi – formerly known as Say Hi To Your Mom – ist vor allem Eric Elbogen, der vor kurzem seine Zelte von Brooklyn, NY nach Seattle verlegt hat. Viele die des Labelmachers Vorliebe für den Nordwesten der USA kennen, meinen jetzt vielleicht, dass das der Grund war, aber so war es leider nicht. Er war dem Riesenmoloch New York nur etwas überdrüssig und da seine Lieblingslabels auch in Seattle sind, bis auf DevilDuck natürlich, aber Überlegungen gibt es da schon…, lag es doch fast nahe, die Küsten einfach mal zu wechseln.
„Impeccable Blahs“ ist bereits das vierte Album von Say Hi, aber in hiesigen Gefilden sind der Künstler und seine wechselnden Mitstreiter doch noch sehr unbekannt. Schließlich haben Say Hi über die letzten 3 Jahre in den USA um die 300 (!) Konzerte gespielt, u.a. mit Künstlern wie Nada Surf, Kevin Devine, The Long Winters, The Wrens, Bishop Allen, Calla, Pinback und zahllosen Bands, die wir hier eh noch nie gehört haben. In Europa ist seine Tour-Bilanz dagegen noch sehr jungfreudig, aber das wird sich dann im September endlich ändern (s.u.).
Im Gegensatz zu den Vorgänger-Alben „Discosadness“ (2002), „Numbers & Mumbles“ (2004) und „Ferocious Mopes“ (2005), die Eric quasi im Alleingang zu verantworten hat, stehen ihm auf „Impeccable Blahs“ mit Drummer Chris Egan III und Keyboarder Jeff Sheinkopf zwie Mitstreiter zur Seite. Dies hat sich nach seinem Umzug nach Seattle allerdings wieder geändert und so nimmt das fröhliche Wechselspielchen, vor allem bei Konzerten, weiter seinen Lauf.
Textlich handelt „Impeccable Blahs“ von Vampiren – bloodsuckers in love – und auf die Frage, warum diese hier thematisiert sind, meinte Eric nur, dass er von ihnen gezwungen wurde, weil sie ihm sonst in den Nacken gebissen hätten. Mit Gothic hat Say Hi aber zum Glück nichts zu tun (oder?), vielmehr steht dies eher exemplarisch für seinen großartigen Humor, den er in die Texte einfließen lässt.












