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Dorit Jakobs

Dorit Jakobs

Der interessierte Musikbeobachter wird heutzutage des Öfteren auf „neue Stimmen“ aufmerksam gemacht. Bei näherem Hinhören scheinen diese neuen Stimmen aber meist nicht sehr viel zu sagen zu haben außer „Hab’ mich lieb“ oder „Bitte mag meine Musik, weil sie klingt wie Musik, die Du schon mal gemocht hast“.

Dorit Jakobs’ Musik klingt angenehm, zugegeben.

Aber einmal durch die äußere, perfekte Pop-Hülle geblinzelt setzt ein kleiner Schock ein: Eine junge Frau seziert messerscharf liebgewonnene Konventionen, fast schon gnadenlos gegen andere und sich selbst.

Vergessen Sie die „Like“-Kultur, hier kommt die Königin des „Dis-Like“.

Es geht doch nett zu, so unter Freundinnen, oder?

Dorit sieht das anders.

Es ist doch eine gute Sache, als junger Mensch ermutigt zu werden, oder?

Dorit kommt da gerade ein bisschen Kotze hoch.

Ihre Heldinnen waren die großen Frauen der 90er und 80er (Morissette, Vega, DiFranco), den Kick, auf Deutsch zu singen bekam sie von so verschiedenen Künstlern wie Wir sind Helden, Kettcar, Bernd Begemann, Die Höchste Eisenbahn.

Die ungemütliche Wahrheit kann Spaß machen, sexy sein und auf heavy Rotation laufen. Auf jeden Fall ist sie jetzt zur Abwechslung mal nötig. Dorit Jakobs geißelt die Gemeinheiten der Gegenwart mit hervorragenden Songs.

Im Spätsommer oder auch Frühherbst erscheint ihr Debüt-Album "Im Aufruhr der Lethargie".


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