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Dangers of the Sea

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Nach den großartigen MURDER sind DANGERS OF THE SEA nun endlich mal wieder eine Band aus Dänemark, der wir uns annehmen möchten. Warum? Das wird ihr gleichnamiges Debüt hoffentlich zeigen, denn ein derart intensives, melancholisch-emotionales Album ist mir selten untergekommen. Alles Schöne dieser Welt findet sich in diesen Songs und der Stimme von Andreas Bay Estrup, den es zunächst auf ganz andere musikalische Pfade führte.

So studierte er Jazz-Schlagzeug in Kopenhagen und den USA und niemals dachte er daran, diesen Platz hinterm Schlagzeug mit dem eines Sänger und Frontmannes zu tauschen. Gedacht und nicht getan, denn im Laufe der Zeit schrieb er ein paar sehr persönliche Songs, die er aufnahm und dabei registrierte, dass sie eine ganz eigene Atmosphäre hatten und nicht in der Schreibtischschublade landen sollten, für die sie eigentlich gedacht waren. Im Laufe der Zeit freundete er sich mit dem Gedanken an, für diese Songs eine Band zu gründen und so schickte er diese Demos im Sommer 2010 an ein paar Freunde und Freunde von Freunden und so.

Scheinbar traf er auf offene Ohren und so besteht das Quintett nun aus Musikern von bekannten dänischen Bands wie SAYBIA (Keyboarder Jess Jensen), SLARAFFENLAND (Bassist Mike Juel Taageoj) und EFTERKLANG (Gitarrist Frederik Teige) sowie Drummer Rasmus Jusjong. Die fünf schlossen sich im Keller von Jusjongs Eltern ein, um die Songs entsprechend umzusetzen und merkten, dass sie sehr viel schneller voran kamen als erwartet:

„It sounds as though I am an old man, but my identity as a jazz drummer was so integrated that I for a long time found it difficult to see myself as anything else. On the other hand, maybe there is something about drummers who for too long have been in the background and been somewhat hidden away: suddenly the lightning strikes, and then you just HAVE to stand in front and realize your own project. It’s been seen before, anyway. In the beginning I felt incredibly vulnerable in this new role, but the uncertainty disappeared quickly when we started rehearsing.“ (Estrup)

2012 wurden die Songs dann vor allem live gespielt, zum einen als Support für Bands wie Dry The River, Megafaun und Dark Dark Dark, zum anderen auf dem Roskilde- und Spot-Festival. Parallel dazu arbeiteten sie am Album, welches, wie oben erwähnt, nicht eben fröhlich geworden ist, sondern vielmehr von Trennung, Verlust und Ohnmacht handelt, aber trotzdem Raum für Hoffnung und Optimismus lässt.

Der Sound von DANGERS OF THE SEA, den ich oben ja schon mit Midlake verglichen habe, ist sehr durch Gesangsharmonien und Akustikgitarren geprägt und so betonen sie vor allem die Einflüsse der Folkrock-Szene der 60er und 70er Jahre, wobei sie Neil Young als ihren größten Helden bezeichnen.

Neben Gitarren und Harmoniegesängen sorgt aber auch das Klavier für einzigartige Momente, was man auf ‚Your Time Is Wasted’ gut hören kann. Überhaupt ist es schwierig, einzelne Songs außer ‚Sheer Desperation’ heraus zu greifen, denn dieses Werk berührt mich einfach so unglaublich, dass ich es mit Tränen in den Augen am Stück hören MUSS. Sorry, wenn ich etwas pathetisch geworden bin, aber vielleicht springt ja ein kleiner Funke auch auf euch über und ihr lasst euch von DANGERS OF THE SEA mit ans Feuer (‚Come Sit By My Fire’) nehmen – Ahoi!


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