Artists

Murder

Murder

Media

Künstlerinfo
Download

Foto (High resolution)
Download

Foto 2 (High resolution)
Download


Nachdem schon ein paar Jahre nach dem zweiten Album „Stockholm Syndrome“ ins Land gezogen sind, können wir uns nun endlich dem Nachfolgewerk „Gospel Of Man“ zuwenden. 

Dass sich hinter dem etwas morbiden Namen MURDER keine Metal-Band versteckt, ist den meisten sicher mittlerweile bekannt. Vielmehr besteht das dänische Duo noch immer aus Jacob Bellens (Gesang) und Anders Mathiasen (Gitarre & Gesang), die bereits seit 14 Jahren zusammen Musik machen, was vielleicht auch als eine Analogie zum letzten Album verstanden werden kann...

Ihre Beziehung ist eine sehr enge, auch wenn dies aufgrund des letzten Artworks von einigen vermeintlich fehlinterpretiert wurde, aber wenn man derartig lange zusammen Musik macht und das meist als Duo, kennt man sich natürlich mit allen Liebenswürdigkeiten und Makeln, weshalb sie sich zwischendurch die eine oder andere Auszeit gegönnt haben.

Auch auf „Gospel Of Man“ findet sich wieder ihre sehr eigene und spezielle Interpretation von Neo Folk. Der sehr charakteristische Gesang Jacob Bellens ist wohl das Hauptmerkmal ihrer akustischen, 70er Jahre inspirierten Musik, die besonders mit Nick Drake und Johnny Cash verglichen wird. Die sensible Instrumentierung hält diesmal neben der allgegenwertigen Akustikgitarre Cello, Contrabass, Posaune, Banjo, Flöte, Klavier, Marimba und Glockenspiel bereit und natürlich werden sie wieder von einigen befreundeten Musikern unterstützt, u.a. Marie Fisker, die den weiblichen Gesang beisteuert, und Jonas Westergaard, der nicht nur live öfter mit von der Partie ist, sondern auch seinen Teil zum Songwriting beigetragen hat. Außerdem heißen sie nun zum ersten Mal das Schlagzeug auf einigen Songs willkommen.

„Gospel Of Man“ ist im Vergleich zum Vorgänger fast schon eine extrovertierte Erfahrung für MURDER, aber ihre Vielschichtig- und Einzigartigkeit ihrer akustischen Stilistik ist natürlich nach wie vor geblieben. Einige Songs wie der Opener ‚Providence’, das wunderschöne ‚Milk & Honey’ oder das abschließende ‚Help The Dead’ haben sie schon seit längerer Zeit in ihre Livesets integriert und fügen sich nahtlos in den MURDER-Kontext ein. Die erste Single ‚Aqueduct’, das an die Comedian Harmonists erinnernde ‚Excelsior’, die Klavierballade ‚Picker Of Cotton’  oder das leicht-orchestrale ‚No Room For Mistakes’ zeigen dagegen, wie weit das akustische Spektrum einer Band sein kann.

Nicht zuletzt aus diesem Grunde zählen nicht nur David Fricke (Rolling Stone) und Stuart Staples (Tindersticks) MURDER zu ihren Lieblingsbands:

„We played some shows with them and I became a fan. Simple music and melodies, but with a real depth and a strangeness within the songs... and a great voice.“ (Staples)


Listen