Artists

Matthew Logan Vasquez

Matthew Logan Vasquez

Media

K├╝nstlerinfo
Download

Foto (High resolution)
Download

Foto 2 (High resolution)
Download


Nach all den Kanadiern, die in letzter Zeit bei DevilDuck ein Zuhause gefunden haben, sind wir nun wieder Mal in den USA tätig gewesen und heißen Matthew Logan Vasquez herzlich willkommen und haben uns gleichzeitig einen Herzenswunsch erfüllt, denn als Fans der grandiosen Delta Spirit freuen wir uns wie Kinder, dass wir sein erstes Solo-Album veröffentlichen dürfen, schön das!

2015 war für Matthew Logan Vasquez ein Jahr großer Veränderungen. Er zog mit seiner norwegischen Frau Marthe von  Brooklyn nach Austin, erlebte die Geburt seines erstens Kindes Thor und nach einem Jahrzehnt mit seiner nicht nur von Kritikern gelobten Band Delta Spirit hat er sich nun entschieden, zum ersten Mal was alleine auf die musikalischen Beine zu stellen. Das Ergebnis ist sein Solo-Debüt „Solicitor Returns“ sowie die bei uns gleichzeitig, aber nur digital und im Doppel mit dem Album auf Vinyl erscheinende EP „Austin“.

Vasquez hatte recht naheliegende Gründe, auf Solopfaden zu wandeln – zurück zu der Art von Rockmusik, die er so sehr liebt. Und wenn er solo sagt, dann meint er das auch und so hat er auf „Solicitor Returns“ alle Instrumente, außer die Drums bei zwei und die Gitarre bei einem Song, selbst gespielt. Natürlich bedeutet das nicht das Ende von Delta Spirit, aber er wollte ein Bündel von Songs eben mal ohne die Einflüsse seiner Freunde schaffen – es ist wohl nur natürlich, wenn ein Frontmann sich einfach mal solo fallen lassen kann. Hört man sich diese Songs nun an, so hört man Iggy Pop, Neil Young, Kurt Cobain, Gram Parsons, aber letztlich vor allem und ultimativ den puren Matthew Logan Vasquez. Ein Künstler, der brennt und den „shit out of rock music“ liebt und lebt und das so sehr, dass es sein Lebensziel ist, die Massen wieder mit diesem Spirit zu verbinden. Allerdings wurde er Vater und ist auch durch ein paar dunkle Täler gewandert und dass sein Vater ein Bombenbauer war, bekommt er auch nie ganz aus seinem Kopf.

Irgendwie fühlt er sich wohl in der Rolle des Anachronisten in einer Zeit, die die Rockmusik für tot erklären möchte und wirft allen die halb-ironische Rockhymne ‚Everything I Do Is Out’ entgegen und für diese Dynamik und Emotionalität müssen wir ihn einfach lieben, denn der heute gelebte kühle Konservatismus ist nun mal so gar nicht sein Ding und so mag er es doch eher ‚Personal’, auch wenn er dabei gerne an die guten, alten Zeiten zurück denkt, denn natürlich war da vieles einfacher, aber Vasquez machen all die jüngsten Ereignisse nur noch besser und kämpferischer.

„Solicitor Returns“ sowie die „Austin“-EP ist ein fast schon größenwahnsinniges Werk mit einer ganz eigenen Magie, die staubige Visionen von Crazy Horse – Gitarrensoli ebenso hervorzaubert wie David Crosby’s Schnurrbart (!) und alle guten Dinge einer Reise in die Vergangenheit auf Meskalin oder so. Vasquez wuchs natürlich in Austin (und Dana Point, CA) auf und so beschreibt das Album einen großen Teil seines Lebens, eine Autobiografie, die zum Glück noch lange nicht fertig geschrieben ist – ein amerikanisches Epos, das seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als moderner Songwriter zeigt, der immer noch besser wird. „Matt’s voice and words have that Nashville outcast vibe to it,“ meint Jay Sweet (Produzent des Newport Folk Festivals und seit langem großer Fan von Vasquez’ Musik). „He’s not California, he’s not Texas, he’s not Brooklyn – even though he’s lived in all of those places. He’s a transplant and a vagabond, which is why he embodies folk and rock music. For a singer/songwriter, he is truly refreshing.“

Am Ende des Tages ist es sein Ziel als Sänger, Text-Dichter, Prediger und an den Rock`n`Roll-Bullshit-Glaubender ein wenig Harmonie in diesem verwirrenden Leben zu finden und in sich selbst eine gewissen Zufriedenheit zu finden. Diese Message verkündet er durch seine wunderbaren Songs: You better go put your dimes in his collection basket. Are there better things you can be doin with those dimes?

 - der Großteil des Textes stammt von Produzent Jesse Lauter, der neben Matthew Logan Vasquez auch schon Künstlern wie Elvis Perkins, The Low Anthem oder den Dawes unter die Arme gegriffen hat